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Prof. em. Dr. phil. Peter Schulz-Hageleit |
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Buchpublikationen |
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Menschlicher Fortschritt -
gibt es den überhaupt? Das lange 19. Jahrhundert war eine Zeit der hoch fliegenden Fortschrittsaspirationen, die samt und sonders in den Vernichtungszügen des kurzen 20. Jahrhunderts (Weltkriege, Völkermorde) zunichte wurden. Ist damit die geschichtstheoretisch und geschichtsdidaktisch so wichtige Frage nach dem Fortschritt in der Geschichte endgültig erledigt? Nein, aber man muss sie neu stellen und neu durchdenken. Vor allem ist das Verhältnis von technisch-wissenschaftlichem Fortschritt, der nicht zu bezweifeln ist, und menschlich-sozialem Fortschritt, der schon definitorisch unklare Konturen hat, zu untersuchen. Das Buch geht dem Verlangen nach Fortschritt in der „Substanz“ der menschlichen, gesellschaftlichen Beziehungen nach und eröffnet Perspektiven, die den weit verbreiteten, oft gar nicht mehr bewussten Defätismus überwinden. Es bietet Anregungen zur Gestaltung historisch-politischer Bildungsprozesse, sowohl für einzelne Schulstunden als auch für größere Projekte. Es kommt zu Schlussfolgerungen, die eine Integration des Fortschritts als Idee in persönliches Verhalten sowie politisches und pädagogisches Handeln ermöglichen. Das Buch wird vervollständigt durch 26 Abbildungen bzw. Illustrationen und etliche Texte, die den Argumentationsgang unterstützen oder relativieren.
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Die leisen Stimmen der Vernunft. Tonaufnahmen im Schlachthaus der Geschichte, Herbolzheim 2006. Geschichte
als Abfolge von Massentötungen aller Art und Geschichte als Konzert von leisen
Stimmen, die den Frieden beschwören und Vernunft anmahnen: das sind zwei
Leitmotive des Buches, die in verschiedenen inhaltlichen Variationen
thematisiert werden.
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| Geschichtsbewusstsein und
Zukunftssorge. Unbewusstheiten im geschichtswissenschaftlichen und geschichtsdidaktischen Diskurs, Herbolzheim 2004. Welche Rolle spielen lebensgeschichtliche
Erfahrungen der Lehrenden und Lernenden im Geschichtsunterricht? Sollte man sie
als LehrerIn bei passender Gelegenheit einbeziehen und ansprechen oder besser
übergehen? Wie verhalten sich Geschichtswissenschaft und Geschichtsdidaktik zu
dem prinzipiell anerkannten Tatbestand, dass viele Erfahrungen nicht
durchgearbeitet und integriert, sondern "verdrängt" wurden? Das sind einige
Fragen, die das Buch wie ein roter Faden durchziehen und zu einer Haltung der
Zukunftssorge auffordern, die dem Geschichtsbewusstsein als Erkenntniskategorie
gleichsam vorgeordnet wäre (erster Teil).
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| Am Jungbrunnen des Lebens.
Eckwerte humanistischen Denkens, Frankfurt/Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien 2002.
«Werte» humanistischen Denkens und humaner Lebensgestaltung gelten nicht
verabsolutiert für sich allein, sondern stehen in permanenter Spannung und
Konkurrenz zueinander. Das politisch-soziale Gewissen ist beispielsweise eine
gute Sache, die Sorge um sich selber aber auch. «Seelenruhe» als Lebenswert
macht nur dann Sinn, wenn sie immer wieder durch kritisch-schöpferische Unruhe
aufgehoben wird. Das Buch hebt die Eindimensionalität bekannter Leitbegriffe wie
«Lebenssinn», «Vernunft» und «Transzendenz» auf und setzt scheinbar festgelegte
Mythen (Sisyphos, Kassandra) in neue interpretative Zusammenhänge. Pädagogische
Schlussfolgerungen runden die Denkergebnisse ab. Humanistisches Denken wird
metaphorisch als Geselligkeit «am Jungbrunnen des Lebens» zusammengefasst.
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| Grundzüge geschichtlichen und
geschichtsdidaktischen Denkens, Frankfurt/Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien 2002. Wir sind unentrinnbar von Geschichte umgeben und von Geschichte erfüllt, doch wir setzten uns selten bewusst und kritisch damit auseinander. Was ist das für ein innerer Vorgang, wenn uns auffällig eindrucksvolle Vergangenheitszeugnisse zum Innehalten nötigen (beispielsweise alte Gebäude oder Gegenstände, persönliche Erinnerungen, Fernsehsendungen) und wir anfangen, darüber nachzudenken? In welcher Form sollte dieses Nachdenken stattfinden, wenn es "institutionalisiert" wird, also unter anderem in der Schule? Methodologisch ist die Argumentation einem kritisch konstruktiven Denken verpflichtet, das aus der Tradition der Hermeneutik abgeleitet werden kann. Neu als Thema sind Verdrängung in Geschichte, Geschichtswissenschaft und Geschichtsdidaktik.
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| (Hrsg.) Lernen unter veränderten
Lebensbedingungen. Fachdidaktiken und Lehrerbildung auf dem Weg ins nächste
Jahrhundert, Frankfurt/Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien
1999. Das Buch leistet einen Beitrag zur Wertedebatte der Gegenwart. Ausgehend von bereits publizierten Befunden zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert richtet es als dritter Band »Leben in Deutschland« den Blick auf Gegenwart und Zukunft und fragt, wie diese nach Maßstäben eines weltlichen (das heißt nicht-religiösen) Humanismus zu gestalten sind.
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| Leben in Deutschland.
Geschichtsanalytische Reflexionen über Gegenwart und Zukunft, Pfaffenweiler 1998
(Geschichte und Psychologie, Bd. 10). Das Buch leistet einen Beitrag zur Wertedebatte der Gegenwart. Ausgehend von bereits publizierten Befunden zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert richtet es als dritter Band »Leben in Deutschland« den Blick auf Gegenwart und Zukunft und fragt, wie diese nach Maßstäben eines weltlichen (das heißt nicht-religiösen) Humanismus zu gestalten sind.
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Leben in Deutschland.
Geschichtsanalytische Reflexionen über Gegenwart und Zukunft, Pfaffenweiler 1996
(Geschichte und Psychologie, Bd. 8). In Fortsetzung des kontrovers
diskutierten Bandes »Leben in Deutschland 1945-1950« wird auch in dieser
Publikation die Frage aufgeworfen, inwieweit im historischen Prozess kollektive
Unbewusstheiten zum Ausdruck gebracht werden. Dass es so etwas wie eine
»unterirdische Geschichte« (Adorno) gibt, wird von verschiedenen Autoren
angenommen. Im vorliegenden Band wird der Versuch unternommen, diese Annahme zu
untermauern, ohne die Realgeschichte zu verlassen.
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| Geschichte: erfahren - gespielt -
begriffen, Aachen-Hahn 1995 (Neuauflage). Geschichte und Erfahrung;
Geschichte und Spiel; Lieder, Vorurteile und Gefühle; Kriegsentscheidungen und
Friedenserziehung; Spiel, Projekt und Schulsystem - all dies sind Themen, die
der Autor im ersten Buchteil in lebendiger und anregender Sprache aufgreift.
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Geschichte, Psychologie und Lebensgeschichte. Acht Aufsätze, Berlin 1995. | ||||||||||||||
| Leben in Deutschlang 1900-1950.
Historisch-psychoanalytische Betrachtungen, Pfaffenweiler 1994 (Geschichte und
Psychoanalyse, Bd. 7). »Leben in Deutschland« - das ist zunächst einmal der Aufbruch in ein neues Jahrhundert, es ist aber auch der organisierte Durchbruch kollektiven Hasses, der Bannfluch des Massenmordes, der Wiederaufbau und schließlich das »Wirtschaftswunder«. Aufnahme in diese Essaysammlung fanden vor allem jene Themen, die psychologisch von Interesse sind: die symbolträchtige Forderung der Jahrhundertwende nach einem »Platz an der Sonne«, das Erleben der Dolchstoß-Legende, Hitler als »Lichtgestalt« und die Schwierigkeit zu trauern. Methodologische Reflexionen zur Frage, inwiefern sich Geschichtswissenschaft und Psychoanalyse als »Geschichtsanalyse« verbinden lassen, führen zur Annäherung an eine verdrängte Täter-Tradition.
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| Was lehrt uns die Geschichte?
Annäherungsversuche zwischen geschichtlichem und psychoanalytischem Denken,
Pfaffenweiler 1989 (Geschichte und Psychologie, Bd. 2). Ob man aus der Geschichte lernen könne - diese Frage führt, seitdem Cicero die berühmte Formel historia vitae magistra geprägt hat, immer wieder zu intensiven Diskussionen und heftigen Kontroversen. Das Buch versucht, einige neue Gesichtspunkte in die Debatte einzuführen, indem es differenziert und genau fragt, wer unter welchen Umständen was lernen kann und lernen will. Es tritt dabei unter anderem in eine Diskussion mit dem französischem Historiker Fernan Braudel ein und thematisiert "das Verhältnis zwischen geschichtlich-objektiven Themen und lebensgeschichtlich-subjektiven Inhalten".
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(Hrsg. in Zusammenarbeit mit
amnesty international) Alltag - Macht - Folter. Elf Kapitel über die Verletzung
der Menschenwürde, Düsseldorf 1989. Der vorliegende Band klärt auf über Zusammenhänge zwischen unserem Alltag, gesellschaftlichen Machtstrukturen und den Unmenschlichkeiten der Folter. Folter ist, vordergründig betrachtet, etwas Abseitiges, das mit uns und unserem zivilisatorischen Alltag nichts zu tun hat und meistens als Verletzung der Menschenrechte durch Staatsorgane beschrieben wird. Genau betrachtet ist Folter jedoch mehr oder weniger direkt mit unserem Alltag verknüpft. In elf Beiträgen werden die verschiedenen Querverbindungen untersucht.
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Geschichte, Psychologie und
Lebensgeschichte. Fünf Aufsätze, TU Berlin 1988.
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Geschichte: erleben - lernen -
verstehen. Ein Lese-, Bilder- und Arbeitsbuch nicht nur für die Schule,
Düsseldorf 1987 (Geschichtsdidaktik: Studien, Materialen, Bd. 44).
Geschichte erleben wir jeden Tag. Doch sie wird uns als überpersönlicher
Zusammenhang, in dem wir lebensgeschichtlich eingebunden sind, selten bewusst.
Wenn wir handelnd an mehr oder weniger "großen" Ereignissen teilnehmen, spüren
wir Geschichte deutlicher. Das Buch geht der Frage nach dem Verhältnis von
erleben, Lernen und Verstehen nach. Es bleibt dabei nicht in der Theorie
stecken, sondern bietet von der Urgeschichte bis zur Gegenwart eine Fülle von
Materialien und Anregungen an, die das Lernen in der Schule und andernorts
bereichern können. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Frage, inwiefern
Geschichte uns selbst angeht. Erleben, lernen und verstehen wir Geschichte nach
den Erfahrungen von Tschernobyl genauso wie vorher? Ist nicht ein radikales
Umdenken nötig?
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(Hrsg.) Untertanen wider Willen?
Neun Kapitel über die Berliner und ihre Obrigkeit, Frankfurt/Main 1987.
Haben die Berliner ihre neuzeitliche Geschichte als "Untertanen wider Willen"
begonnen? Das ist die Frage, denn als Kurfürst Friedrich Eisenzahn Berlin zu
seiner Residenz machen wollte und ein großes Schloss zu bauen begann, wurde
hartnäckig Widerstand geleistet. 1447/48 setzten die Berliner den ganzen
Bauplatz unter Wasser, doch es half am Ende nichts.
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(Hrsg.), lieber instandsetzen als
kaputtbesitzen! Unterrichtsmaterialien zur Wohnungspolitik, Berlin 1981. Über Instandsetzungen hat jeder schon etwas gehört oder gelesen, denn Zeitungen und Fernsehen sind voll von Nachrichten zu diesem Thema. Aber was wissen wir wirklich über die Vorgänge und ihre Hintergründe?
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| Jugend - Glück - Gesellschaft,
Heidelberg 1979. Zwischen dem Lebensglück des einzelnen Menschen und der
Struktur unserer Gesellschaft bestehen enge Beziehungen, an deren Herstellung
Erziehung und Unterricht maßgeblich beteiligt sind. Das Buch stellt sich der
Problematik des zentralen Begriffs. Gefragt wird: Was ist Glück? Zum Glück
gehört mehreres, zum Beispiel Kommunikation und Aktivität. Apathie und
Isolierung sind Anzeichen von Unglück.
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| Wie lehrt man Geschichte heute?
Vorschläge und Materialien für ein umstrittenes Fach, Heidelberg 19772. "Diese Buch ist streng gefügt, dennoch anschaulich geschrieben. Zentral steht die Frage, wie im Geschichtsunterricht Erziehung zum Denken erreicht werden kann. Ausgegangen wird von Motivationen zum geschichtlichen Denken und von Arten des Interesses an Geschichte: Verwunderung, Wissbegierde, Engagement. Folgen geschichtlicher Überlieferung werden bedacht. Subtile Erörterungen gelten dem Zusammenhang von geschichtlichem Denken und sprachlicher Bildung, der ethischen Dimension, dem Problemlösen, dem Wissenserwerb und der Wissensverwendung" (R. Murtfeld in "wissenschaftlicher literaturanzeiger") (ursprünglicher Titel der Dissertation von 1972: Denkerziehung im Geschichtsunterricht) |
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